Geschichtliches

Sulzfeld

im Grabfeld

Sulzfeld im Grabfeld – der staatlich anerkannte Erholungsort – ist sehr malerisch gelegen.
Das von bewaldeten Bergen umgebene Dorf liegt am Fuße der Hassberge, der bayerischen Rhön und nahe dem Thüringer Wald.
Vor über 1200 Jahren wurde Sulzfeld zum ersten Mal in einer schriftlichen Urkunde genannt. Historische und typisch fränkische Sehenswürdigkeiten wie die Ruine Wildburg, das Alte Schloss und die Kirchenburg birgt Sulzfeld in seinen Mauern.
Langeweile kann hier nicht aufkommen. Für Wanderer und Radwanderer sind hier zahlreiche Wege vorhanden. Hier kreuzen sich der Kelten-Erlebnisweg und der Burgen- und Schlösserweg, 2 wunderschöne Wanderrouten durch den Naturpark Haßberge. Hinzu kommen zahlreiche Wanderwege und Radwanderwege, um die nähere und weitere Umgebung in unterschiedlich anspruchsvollen Touren erkunden zu können. Besonders zu  erwähnen ist der kultige BIERgartenwanderweg, der 5 Biergärten von Sulzfeld miteinander verbindet In Rahmen einer Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden ist hier ein attraktives Wegenetz entstanden, das an vielen Punkten vorbei führt, die es zu entdecken gilt.
Bei sonnigem Wetter lässt der Sulzfelder Badesee seine besonderen Reize spielen. Aber nicht nur um sich auszuruhen und die Stille zu genießen – das Umfeld des Badesees bietet auch einen interessant gestalteten Kinderspielplatz, ein Beachvolleyballfeld, Tischtennisplatten, Open-Air-Schach und einen sehr schön gestalteten Grillplatz, bei dem man auch bei Regenwetter im Trockenen bleibt.
Übernachtungsmöglichkeiten findet man auf dem malerisch gelegenen Camping- und Wohnmobilstellplatz direkt am Badesee, in Ferienwohnungen, Pensionen sowie im Sulzfelder Feriendorf.
Auch für den sportlich interessierten Gast ist neben Radfahren und Wandern einiges geboten. So kann ein Tennisplatz und auch eine Kegelbahn gebucht werden.

Kleinbardorf

Zwischen Wasserschloss und jüdischem Friedhof

Auf dem Judenhügel, früher Wartberg genannt, befindet sich eine weiträumige keltische Fliehburg. Doch schon in der Mittelsteinzeit (10.000-4.000 v. Chr.) ist die Gegend um Kleinbardorf besiedelt. 789 tritt Kleinbardorf erstmals urkundlich in Erscheinung. Es liegt an einer wichtigen Altstraße von Süd- nach Norddeutschland. 1252 wird das Adelsgeschlecht derer von Bardorf als hennebergische Vasallen genannt. 1574 gestattet Christoph von Bibra den Juden sich am Wartberg einen Begräbnisplatz anzulegen. Die Toten von 27 jüdischen Gemeinden in weitem Umkreis werden hier bestattet. Der jüdische Friedhof, auf dem 1938 die letzte Bestattung stattfindet, gilt mit 4.400 Gräbern als einer der größten in Bayern.
1589 läßt Heinrich von Bibra den alten Rittersitz abbrechen und 1590 das nunmehrige Wasserschloss errichten. 1602, nach dem Aussterben der Kleinbardorfer Bibra, setzt Bischof Julius Echter einen katholischen Priester ein und gewinnt die Gemeinde schnell für den alten Glauben zurück. 1696 erwirbt der Würzburger Fürstbischof Johann Gottfried von Guttenberg Rittergut und Schloß. Genau 200 Jahre später verkaufen die Freiherren von Guttenberg Schloss und Gut an sieben Kleinbardorfer Bauern. Das Schloss dient vorübergehend als Getreidespeicher. 1919 kauft Albrecht Zangemeister das Schloss und lässt es renovieren. Seit 1965 ist das malerische Wasserschloss im Besitz der Familie Hofer, die das Schlossgelände der Öffentlichkeit zugänglich macht und auch einen Skulpturenweg angelegt hat.
Ein weiteres Schmuckstück ist die Kirche St. Ägidius. 781 wird die Bemalung der Kirchendecke durch Johann Peter Herrlein ausgeführt, einer der führenden Künstler im Unterfranken des 18. Jahrhunderts. Der gesamte Innenbereich der Kirche ist erst vor kurzer Zeit einschließlich der Deckengemälde und Orgel neu renoviert worden.
Die Gemeinde Kleinbardorf liegt als Knotenpunkt an einigen interessanten Wander- und Radwanderwegen die in alle Richtungen weiterführen.

Leinach

die Perle “am Ende der Welt”

Die kleine Ortschaft Leinach liegt ganz idyllisch im unterfränkischen Teil des Grabfeldes am Fuße der Haßberge. Abseits aller Straßen liegt es sehr ruhig und eingekesselt von Wald und Hügeln. Die im Ortsgebiet entspringende Leinach ist ein Quellbach der Lauer.
Im Jahr 1219 wurden erstmals Güter zu “Lynahe“ genannt. Der Ortsname leitet sich aus dem althochdeutschen „Linboum“ (Spitzahorn) und “ach“ für Wasser ab. Die ersten Siedler sollen aus Böhmen eingewandert sein. 1302 wurden die “Herren von Leinach” genannt. 1356 bestätigte Bischof Albrecht von Würzburg dem Kloster St. Burkard in der Domstadt Güter in Leinach. 1630 war Leinach ein Ganerbendorf, d.h. mehrere Adelige hatten Besitzungen in der Gemeinde. 1699 kam Leinach zum Amt Stadtlauringen, 1804 zum Amt Königshofen. Als Teil des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde Leinach 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg (1805) Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern fiel. Seit 1918 gehört der Ort zum Freistaat Bayern. Am 1. Juli 1971 wurde Leinach in die Gemeinde Sulzfeld eingegliedert.
1982 wird Leinach nach 1964, 1966, 1972 und 1977 beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ erneut schönstes Dorf im Landkreis. Auch aktuell ist Leinach in Rahmen einer Dorferneuerung wieder um seine Ansehnlichkeit bemüht.
Der Zusammenhalt der Bürgerinnen und Bürger ist sprichwörtlich zu nehmen und zeigt sich besondern bei Festen und Feierlichkeiten. Der ganze Ort ist auf den Beinen und zeigt sich von seiner bersten Seite – besonders das alle 2 Jahre stattfindende “Pils & Pilz”-Fest sei hier erwähnt.